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DEUTSCHE SAGEN, MÄRCHEN UND LEGENDEN

2016.08.15

DEUTSCHE SAGEN, MÄRCHEN UND LEGENDEN

 

Zur Kulturerbe eines Volkes gehören die Erzählungen, Geschichten, sie werden von Mund zu Mund erzählt. Sie erzählen von Glück, Leid, List, Liebe, Treue, Verrat und Witz. Sie schildern auch immer die sozialen Umstände.

a. Sagen

Die Sage behandelt ein historisches Ereignis mit fantasievollen Elementen. Die Geschichte hat eine wahre Grundlage, sie ist mit wahren Personen (z.B. Helden), Orten verbunden. Im Mittelpunkt stehen oft historische oder heilige Persönlichkeiten, Ereignisse. Die Wahrheit ist aber umgeschrieben.

Eine der bekanntesten Sagen ist die Rattenfängersage.  In der Stadt Hameln erschien  ein merkwürdiger Mann, er gab sich für einen Rattenfänger aus. Er blies sein Pfeifchen und führte alle Ratten und Mäuse aus der Stadt, in die Weser. Er befreite die Stadt von ihnen. Die Bürger bezahlten aber seinen Lohn nicht. Später kehrte er zurück und führte die Kinder, Knaben weg, während die Erwachsenen in der Kirche waren. Zwei Tatsachen kennt man, die in dieser Geschichte wahrscheinlich zusammengewachsen sind: in den Städten gab es viele Ratten im Mittelalter; viele Leute zogen aus deutschen Städten auf östliche Gebiete um. Die Sage lebt in Hameln bis heute weiter: die Rattenfänger-Freilichtspiele werden regelmäßig aufgeführt.

Eine bekannte Sage handelt von der Zauberin Loreley. Die Geschichte erzählt, dass auf einem Felsen am Rhein jede Nacht eine wunderschöne Jungfrau saß. Sie kämmte ihre Haare und sang Lieder. Die Schiffer wurden dadurch bezaubert und versanken mit ihren Booten. Die wahre Grundlage der Sage ist, dass der Rhein an dieser Stelle wirklich sehr schmal und gefährlich war, viele Schiffer sind an dieser Stelle umgekommen. Das Loreley-Lied von Heinrich Heine, dem Dichter der Romantik, ist weltbekannt.

b. Märchen 

Das Märchen ist eine fantasievolle Erzählung ohne räumliche und zeitliche Bindung. In den Märchen kommen Hexen, Riesen, Zwerge, Drachen vor, unwirkliche Ereignisse herrschen vor.

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gaben ihre berühmte Sammlung der „Kinder- und Hausmärchen“ heraus. Sie ist die berühmteste  Sammlung von Märchen, die in viele Sprachen übersetzt wurde.

Schneewittchen, Rotkäppchen, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Der gestiefelte Kater sind bekannt. Die kleine Statue in der Stadt Bremen mit dem Esel, dem Hund, dem Hahn und der Katze erinnert uns an das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“.

c. Legenden 

Die Legende ist eine mündlich überlieferte Geschichte. Sie handelt vom Leben der religiösen Personen oder von der Entstehung eines religiösen Ortes. Die Legenden stellen das beispielhafte Leben, die Wundertaten der religiösen Personen vor.

Vom Leben, von den Wundertaten der Heiligen Elisabeth (Elisabeth von Ungarn) handeln viele Legenden. Sie stammte aus dem Arpadengeschlecht, war die Tochter von Andreas II. Sie ist  in Sárospatak geboren, sie wuchs  in Wartburg auf.

Die bekannteste Legende über sie behandelt ein unglaubliches und  wunderbares Ereignis.  Sie half immer den Armen, Lahmen, Blinden und Notleidenden, aber sein Mann, der Landgraf freute sich nicht darüber. Einmal, als Elisabeth wieder Speisen (Brot) den Armen brachte, begegnete ihr der Landgraf. Ihr Mann zeigte böse auf ihren Korb und rief: „Was trägst du da?“ Elisabeth antwortete: „Herr – Rosen!“ Der Landgraf hob die Hülle vom Korb, und der Korb war voll von Rosen und anderen blühenden Blumen. Der Landgraf stand beschämt da, und er ärgerte sich nie mehr über die Taten, Gaben von seiner Frau.