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DIE GESCHICHTE DEUTSCHLANDS NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG

2016.08.15

DIE GESCHICHTE DEUTSCHLANDS NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG

 

a. Die Entstehung der zwei deutschen Staaten

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland zerstört, etwa 7 Millionen Menschen wurden im Krieg getötet. Durch die Besatzung der Siegermächte wurde das Land geteilt. Im Jahre 1949, vier Jahre nach dem Krieg gab es zwei deutsche Staatendie Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten und die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen. Obwohl sie eigene Regierungen hatten, waren die beiden Staaten anfangs nicht völlig unabhängigIn der DDR bestimmte die Sowjetunion die Politik, die BRD stand unter dem Einfluss von Großbritannien, Frankreich und den USA. In der BRD wurde Konrad Adenauer  zum Bundeskanzler gewählt, er regierte von 1949 bis 1963. Die BRD bekam den Marschall-Plan, eine finanzielle Unterstützung von Westen, dadurch verstärkte sich die Wirtschaft. Die BRD wurde mit den westlichen Ländern gleichrangig.

Im Jahre 1952 schlug die Sowjetunion den USA, Großbritannien und Frankreich einen Friedensvertrag für Deutschland vor: die DDR und die BRD sollen wieder ein selbständiger, neutraler deutscher Staat werden. Die West-Alliierten waren gegen diesen Plan. Sie wollten, dass die BRD zum Westen gehört.

b. Die unterschiedliche Entwicklung der zwei deutschen Staaten

Nach 1952 wurden die Unterschiede zwischen den beiden deutschen Staaten immer größer. Die DDR wurde Mitglied im Warschauer Pakt, die Bundesrepublik in der NATO. Während es in der DDR große wirtschaftliche Probleme gab, entwickelte sich die BRD sehr positiv. Tausende Deutsche aus der DDR flüchteten deshalb in die BRD. Die DDR schloss schließlich ihre Grenzen zur Bundesrepublik und kontrollierte sie mit Waffengewalt. Durch den Bau der Mauer in Berlin 1961 wurde die letzte Lücke geschlossen. Für die BRD war die Sicherheit wichtiger als die Wiedervereinigung der beiden Staaten.

Während der Zeit des „Kalten Krieges“ von 1952 bis 1969 gab es nur Wirtschaftskontakte zwischen den beiden deutschen Staaten. Politische Gespräche wurden erst seit 1969 geführt. Das war der Beginn der sog. „Ost-Politik“ des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Willy Brandt machte sich durch seine Außenpolitik bekannt: er schloss einen Vertrag mit der Sowjetunion und mit den Ländern des Warschauer Paktes1972 unterschrieben die DDR und die BRD einen „Grundlagenvertrag“. Die politischen und wirtschaftlichen Kontakte wurden seit diesem Vertrag besser. Immer mehr Bundesbürger konnten ihre Verwandten in der DDR besuchen, allerdings wenige DDR-Bürger durften in den Westen reisen. Willy Brandt führte auch innenpolitische Reformen in der BRD durch (Steuerreform, Rentenreform, Krankenversicherung) und verstärkte wieder die Wirtschaft im Land. Er regierte von 1969 bis 1974.

Weitere Bundeskanzler nach Willy Brandt waren: Helmut Schmidt (1974-1982) und Helmut Kohl (1982-1998).